| Bahide Arslan Baidoa Gethsemane Kirche, Berlin 1993 Video-Dokumentation zu einer Obstallation von Kirches-Ban.de Erhältlich über film@ba-cologne.de (8 € zzgl. Versandkosten) „Die Obstallation Bahide Arslan Baidoa ist ein Versuch, mit Mitteln der Kunst ein Hindernis gegen Gewalt zu errichten, den Kreislauf der Gewalt bewusst zu machen.“ „An einem besonderen Ort: Gethsemane-Kirche Berlin-Prenzlauer Berg, Symbol des Widerstandes in der DDR, Keimzelle für die friedliche, gewaltfreie Revolution im Herbst `89.“ (Reinhard Wahren) „Bahide Arslan das ist der Name der türkischen Frau, die in Mölln einem rechtsradikalem Brandanschlag zum Opfer fiel. Baidoa das ist der Name des somalischen Ortes, der die Greuel des Völkermordes ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit hob. Bahide Arslan Baidoa das ist der Name der Obstallation mit der der deutsche Künstler Winfried Kirches der barbarischen Gleichzeitigkeit ästhetisch Paroli bieten will.“ (Alexander von Cube) „Durchgehend beeindruckte in der dreiteiligen Inszenierung der geschlossene Kontext als immerwährender Kreislauf von Bindung / Befreiung / Bedrohung, in dem Gewalt entsteht. Insofern fand weder eine moralische Anklage statt, noch wurden Verhaltenskonzepte gegeben. Allein das Publikum war aufgefordert zu reflektieren. Am Netz der Gewalt ist es allemal und allerorten beteiligt. Dass es sich dieser Auseinandersetzung nicht verweigert, zeigte das überwältigende Schlussbild. Plötzlich und handgreiflich einbezogen in die Aktion, verstand es sich scheinbar ganz selbstverständlich als Hauptakteur und Adressat in einem Prozess, der gegenwärtig so betroffen macht.“ (Reinhard Wahren) „Mittelpunkt der Obstallation: die große Kuppelfigur von Kirches, einerseits kauernd sich zurückziehend und andererseits über sich hinauswachsend kraftvoll und stark. Stark genug, um herrschender Gewalt trotzen zu können, als Symbol für den ewigen Kreislauf von Bindung, Bedrohung und Befreiung.“ (Lore Kampmann) |
| Babel Balban Balar Haubrich-Hof und Haubrich-Forum, Köln 1992 Video-Dokumentation zu einer Obstallation von Kirches-Ban.de Erhältlich über film@ba-cologne.de (8 € zzgl. Versandkosten) „In der Obstallation ,Babel Balban Balar’ symbolisieren tote, teilweise verkohlte Baumstücke zerstörten Lebensraum. Kauernde, archaisch anmutende Frauenfiguren verweisen auf Angst und Leid, sind aber gleichzeitig Ausdruck von weiblicher Energie und Überlebenswillen.“ „Auffällig ist der Inselcharakter des Haubrich-Hofs. Dieser führte in den 80er Jahren zu der Idee einer Oase der Kultur, einer Kunstoase. Sie sollte ringsum begrünt Höfe als Zentrum haben: den Rosenhof, den Wasserhof, auf dem wir uns befinden, und den Museumshof, zwischen Kunsthalle und Schnütgenmuseum. Leider wurde diese Idee einer Oase als einer Insel mit Wasser, Grün und Leben, in einer Stadtwüste nur rudimentär realisiert. Auf diesem Hof hier befindet sich in der Regel nichts, was Raum zum Leben bieten soll. Die Obstallation ,Babel Balban Balar’ ist der erste Versuch, hier wenn auch nur für begrenzte Zeit Leben zu schaffen. Passenderweise wird in ihr der zerstörte Lebensraum symbolisiert und spielt der Baum eine zentrale Rolle.“ (Dr. B. Hambüchen anlässlich der Eröffnung) „Kuppel und Kreis, Gestalt der Umfriedung, d.h. aus dem Chaos heraus gewonnener Raum für Leben und Liebe. Urbild von Wohnung und Heimat. ... Darum tritt in den Kirches’schen Obstallationen zum Kreis der Weg, die Straße, der Gang: als Ort von Ein- und Ausbruch: Auseinandersetzung.“ (Prof. Dr. Jörg Splett anlässlich der Eröffnung) |