Kataloge (Auswahl)

Baaaaa! Schöne Körper!
Die Kunst der Körper-Obstallation in der gegenwärtigen und kommenden Kunst
The art of body-obstallation in contemporary and emerging art

Katalog zum internationalen Kunst-Projekt
               
Köln 2008
Erhältlich über katalog@ba-cologne.de (17,80 € zzgl. Versandkosten)
Download als pdf-Datei (1,9 MB) (kostenfrei)

Die Vision
Ein europäisches Kunst-Netzwerk der „Körper-Obstallation“.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass bei europäischen Künstlern der menschliche Körper wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist.

Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist die Manifestation dieser in Europa keimenden, neuen, von Ideen ausgehenden körperbezogenen Künstler-Positionen.


Bindung
Körper, Skulptur, Bindung, Obstallation

Broschüre zu den Schwerpunkten der Arbeit von Kirches-Ban.de
                insbesondere zum Projekt Balusta
4. Auflage, Köln 2005
Erhältlich über katalog@ba-cologne.de (2 € zzgl. Versandkosten)

Kirches-Ban.de umkreist in seinen Skulpturen, Obstallationen und Projekten die Sehnsucht des befreiten Menschen nach Bindung, nach Bande. Dabei steht die Idee der Ästhetik des weiblichen Körpers und die Ambivalenz der weiblichen Kraft im Mittelpunkt seines Schaffens. Seine oft kompakten, meist streng symmetrischen, immer meditativen Arbeiten vermitteln trotz aller Vielschichtigkeit eine innere Ruhe und Gelassenheit.

Die Zunahme des Stellenwerts der individuellen Freiheit führt dialektisch zu einer zunehmenden Sehnsucht nach Bindung. Der befreite, entfesselte heutige Mensch sehnt sich nach Ordnungen (aus denen er später wieder ausbrechen kann). Individuelle Skulpturen in Form von Säulen, Balusta, reihen sich ein zu einer Installation, z.B. zu einer Art Balustrade. Erst durch das Hinzutreten des Betrachters entsteht eine Obstallation, ein Gegenüberstehen und Zusammenwirken von Kunst und Mensch. Die Skulpturen lösen sich dann wieder aus diesem Gefüge, um sich an einen anderen Ort in anderer Zusammensetzung zu einer neuen Installation zusammenzufinden, z.B. zu einem Kreis, einem Gang usw., um dann erneut Menschen zu begegnen. So wächst ein zeitlich offenes Projekt,        Balusta.

Balme
Overath, Prag, Monte Baldo 1996

Katalog als Dokumentation des Projekts Balme von Kirches-Ban.de
Erhältlich über katalog@ba-cologne.de (8 € zzgl. Versandkosten)

Kirches-Ban.de realisierte zum Lebensbereich "Geborgenheit" 3 Obstallationen in 3 Ländern:

Basis Balme Band, 1. Teil der Trilogie Balme im Kunst Güter Bahnhof, Overath, März 1996
Babel Balme Bann, 2. Teil der Trilogie in der Synagoge Na Palmovce in Prag, April 1996
Baldo Balme Banda, 3. Teil der Trilogie auf dem Monte Baldo, Italien, August 1996

Diese Trilogie Balme hatte ihre Basis im Kunst Güter Bahnhof, wo die zentrale Rauminstallation Balme schließlich über 12 Monate fortlaufend wuchs und wo sich im gleichen Zeitraum Balme-Figuren entwickelten, die die Ambivalenz und Vielschichtigkeit, die Veränderbarkeit und Festigkeit jeglicher Geborgenheit und Bindung beinhalten.

Im Verlauf der 12 Monate veränderten sich Plastiken, Installationen, Aktionen, Orte, Bande, aber insbesondere Besucher und Betrachter, die zu Mitwirkenden, zu mit Bauch und Bewusstsein Beteiligten wurden.

Bahide Arslan Baidoa
Gethsemane Kirche, Berlin 1993

Katalog zu einer Obstallation von Kirches-Ban.de
Erhältlich über katalog@ba-cologne.de (5 € zzgl. Versandkosten)

„Die Obstallation Bahide Arslan Baidoa ist ein Versuch, mit Mitteln der Kunst ein Hindernis gegen Gewalt zu errichten, den Kreislauf der Gewalt bewusst zu machen.“

„An einem besonderen Ort: Gethsemane-Kirche Berlin-Prenzlauer Berg, Symbol des Widerstandes in der DDR, Keimzelle für die friedliche, gewaltfreie Revolution im Herbst `89.“ (Reinhard Wahren)

„Bahide Arslan – das ist der Name der türkischen Frau, die in Mölln einem rechtsradikalem Brandanschlag zum Opfer fiel. Baidoa – das ist der Name des somalischen Ortes, der die Greuel des Völkermordes ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit hob. Bahide Arslan Baidoa – das ist der Name der Obstallation mit der der deutsche Künstler Winfried Kirches der barbarischen Gleichzeitigkeit ästhetisch Paroli bieten will.“ (Alexander von Cube)

„Durchgehend beeindruckte in der dreiteiligen Inszenierung der geschlossene Kontext als immerwährender Kreislauf von Bindung / Befreiung / Bedrohung, in dem Gewalt entsteht. Insofern fand weder eine moralische Anklage statt, noch wurden Verhaltenskonzepte gegeben. Allein das Publikum war aufgefordert zu reflektieren. Am Netz der Gewalt ist es allemal und allerorten beteiligt. Dass es sich dieser Auseinandersetzung nicht verweigert, zeigte das überwältigende Schlussbild. Plötzlich und handgreiflich einbezogen in die Aktion, verstand es sich scheinbar ganz selbstverständlich als Hauptakteur und Adressat in einem Prozess, der gegenwärtig so betroffen macht.“ (Reinhard Wahren)

„Mittelpunkt der Obstallation: die große Kuppelfigur von Kirches, einerseits kauernd sich zurückziehend und andererseits über sich hinauswachsend kraftvoll und stark. Stark genug, um herrschender Gewalt trotzen zu können, als Symbol für den ewigen Kreislauf von Bindung, Bedrohung und Befreiung.“ (Lore Kampmann)

Babel Balban Balar
Haubrich-Hof und Haubrich-Forum, Köln 1992

Katalog zu einer Obstallation von Kirches-Ban.de
Erhältlich über katalog@ba-cologne.de (7 € zzgl. Versandkosten)

„In der Obstallation ,Babel Balban Balar’ symbolisieren tote, teilweise verkohlte Baumstücke zerstörten Lebensraum. Kauernde, archaisch anmutende Frauenfiguren verweisen auf Angst und Leid, sind aber gleichzeitig Ausdruck von weiblicher Energie und Überlebenswillen.“

„Auffällig ist der Inselcharakter des Haubrich-Hofs. Dieser führte in den 80er Jahren zu der Idee einer Oase der Kultur, einer Kunstoase. Sie sollte – ringsum begrünt – Höfe als Zentrum haben: den Rosenhof, den Wasserhof, auf dem wir uns befinden, und den Museumshof, zwischen Kunsthalle und Schnütgenmuseum. Leider wurde diese Idee einer Oase als einer Insel mit Wasser, Grün und Leben, in einer Stadtwüste nur rudimentär realisiert. Auf diesem Hof hier befindet sich in der Regel nichts, was Raum zum Leben bieten soll. Die Obstallation ,Babel Balban Balar’ ist der erste Versuch, hier – wenn auch nur für begrenzte Zeit – Leben zu schaffen. Passenderweise wird in ihr der zerstörte Lebensraum symbolisiert und spielt der Baum eine zentrale Rolle.“ (Dr. B. Hambüchen – anlässlich der Eröffnung)

„Kuppel und Kreis, Gestalt der Umfriedung, d.h. aus dem Chaos heraus gewonnener Raum für Leben und Liebe. Urbild von Wohnung und Heimat. ... Darum tritt in den Kirches’schen Obstallationen zum Kreis der Weg, die Straße, der Gang: als Ort von Ein- und Ausbruch: Auseinandersetzung.“ (Prof. Dr. Jörg Splett – anlässlich der Eröffnung)