04.10.2019

04.10.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Heute möchten wir mal eine Blick werfen auf das Kommen und Gehen oder besser gesagt das  Gehen und Kommen der Kunstwerke  in unseren “heiligen Hallen”.   Nachdem wir tatsächlich mehr als die Hälfte der Bilder der Ausstellung des syrischen Künstlers Azad Hemee verkauft hatten, stehen nun hier die restlichen Bilder wieder liebevoll verpackt bereit für den Rücktransport zum Künstler.

Und hier werden die teils großformatigen Bilder nun in den Transporter unseres Team-Mitglieds Kathrin verladen, um am nächsten Tag die Reise zurück nach Darmstadt anzutreten, wo Azad Hemee zurzeit lebt und arbeitet.

 

Umgehend wurden die frei gewordenen Flächen dann mit neuen Arbeiten der Berliner Foto-Künstlerin  Eymelt Sehmer  neu bestückt.  Hier hängt unser Team-Mitglied Anna gerade hochkonzentriert eines der beeindruckenden Exponate, mit dem Titel “Schaf im Wolfspelz”, analoge Fotographie, wobei bei dieser Foto-Arbeit Eymelt Sehmer hier ausnahmsweise mal ihr eigenes Modell ist.

 

Neuerdings hat Eymelt nun ein besonders begehrtes Motiv aus ihrer Serie “Selshamurinn” , die ja ursprünglich in der aufwändigen uralten Technik der Ambrotypie gestaltet worden war, nunmehr als preisgünstigere Alternative als Blaudruck gefertigt.

 

Ein stets besonders gern gesehener Gast, der das Ba Cologne vor 20 Jahren für sich entdeckte, als er selbst gerade erst nach Ehrenfeld gezogen war, ist Klaus van den Kerkhoff, mit dem ich hier eine der neuen Arbeiten Eymelts “The dragon-tamer” bewundernd betrachte. Klaus ist uns über all die Jahre treu geblieben, und inzwischen zieren einige unserer ehemaligen Ausstellungs-Exponate auch seine Wohnungen in Paris und London.

Wer neugierig geworden ist auf die neuen Arbeiten Eymelt Sehmers, von denen hier im Blog ja nur ein kleiner Teil angesprochen wurde,  der denke bitte daran, wir haben im Grunde ja immer sonntags von 14-18.00 geöffnet. Wer 100% sicher sein möchte dass wir auch wirklich vor Ort sind, der rufe am besten vorher mal kurz an.

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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13.09.2019

13.09.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Heute möchten wir zunächst auf die diesjährigen  Offenen Ateliers Köln  hinweisen. Ab heute geht es im Rechtsrheinischen los. Und am nächsten  Wochenende  20.-22.09.  ist dann Linksrheinisch Nord dran, wozu Ehrenfeld und dementsprechend auch unser  Kunstraum Ba Cologne  gehört. 

Wir laden herzlichst zu einem Besuch ein:   Freitag 20.09. , Samstag 21.09. und Sonntag 22.09.2019   jeweils 14 – 18.00

 

 

 

Die folgenden Fotos zeigen den diesjährigen Arbeitsschwerpunkt von Kirches-Ban.de.  Alles kreist um’s  “Sprießen”,  um das Emporwachsen eines Körperteils aus dem Gesamtgefüge.  Die intensive Zusammenarbeit mit der Tänzerin Selina ermöglichte es, deratige Haltungen zu erfinden.

 

 

Wir freuen uns auf Euern Besuch während der Offenen Ateliers und halten auch ein paar Stückchen von Julittas Kirschstreusel bereit.

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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23.08.2019

23.08.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Heute möchten wir von der Teilnahme von  Kirches-Ban.de  an der  RUHR-OPEN-ART   berichten. Skulpturen-Ausstellung auf dem Plateau des Kulturzentrums   Rohrmeisterei  in Schwerte.

 

34 Künstler aus NRW präsentierten  ihre Skulpturen auf dem Außengelände der früheren  Rohrmeisterei in Schwerte,  welches inzwischen ein bekanntes Kulturzentrum des Ruhrgebiets ist.  Auf einem riesigen gut gegliederten Plateau hinter der Rohrmeisterei, umgeben von üppiger Natur, fanden insgesamt mehr als 200 Exponate Platz.  Kirches-Ban.de war an exponierter Stelle mit 4 Skulpturen vertreten.

Beim Aufbau in feinstem Nieselregen am frühen Morgen ahnten wir noch nicht, dass sich diese  Ausstellung  im Laufe des Tages durch das Wetter zu einer ganz besonders  intensiven Obstallation  entwickeln würde,  zu einer beeindruckenden Gegenüberstellung zwischen Betrachter und Skulptur.

 

 

Während der Ausstellung erlebten alle Beteiligten dann eine  unglaublich spannende Ausstellungs-Situation:  Der Himmel zog sich urplötzlich zu …….   es wurde dunkler und dunkler …..  und dann goß es “wie aus Kübeln” …..  Sturmböen peitschten den Regen beinahe waagerecht über das Plateau ….. Regenschirme tanzten eigenständig durch die Ausstellung …..   ein kleiner Zelt-Pavillon, in den wir uns geflüchtet hatten, zumal es dort  Kaffee gab, hob plötzlich und völlig unerwartet ab und landete kopfüber auf einer die Rohrmeisterei umgebenden 2 Meter hohen Heckenanlage.

Zeitweise waren die Sturmböen so stark, dass wir unsicher wurden, ob alle Skulpturen dem standhalten würden. Aber alles hielt tatsächlich durch!     Leider haben wir in der heftigsten Phase des Unwetters nicht an Fotos gedacht, da wir u.a. mit der Rettung und Wieder-Befestigung  des Kaffee-Pavillons usw. beschäftigt waren. Im Folgenden gibt’s aber die Bilder unmittelbar nach dem Wolkenbruch.

 

Irgendwann schien dann auch wieder die Sonne, und nach gut 2 Stunden waren dann auch die wunderschönen Seen-Landschaften wieder versickert. Natürlich strömten bei dieser Wetterlage weit weniger Besucher als erwartet. Aber diejenigen, die sich getraut hatten, waren von dieser  Unwetter-Obstallation  begeistert, und nicht wenige bewunderten die Unverwüstlichkeit der Kirches-Skulpturen.

 

 

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende in inzwischen ja verläßlich sonnigem Wetter zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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09.08.2019

09.08.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Heute möchten wir vor allem darüber informieren, dass  Kirches-Ban.de  am nächsten Wochenende mit einer Reihe von Arbeiten an einer interessanten open-air  Skulpturen-Ausstellung im Ruhrgebiet beteiligt ist. Sonntag 18. August 11-20 Uhr Außengelände der Rohrmeisterei in Schwerte an der Ruhr.

 

 

Die  Rohrmeisterei Schwerte  ist eine ehemalige Pumpstation zur Trinkwasserversorgung und ist heute ein Kulturzentrum in  Schwerte an der Ruhr.  Die Rohrmeisterei ist Spielort der Extraschicht und Teil der Route der Industriekultur.

Wir werden dort auf dem Außengelände der Rohrmeisterei  in  Schwerte den ganzen Sonntag über anzutreffen sein und freuen uns auf diejenigen von euch, die nicht in Urlaub sind und Lust auf einen Kurztripp nach Schwerte haben. Skulpturen von mehr als 30 Künstlern werden zu sehen sein.

 

 

Ansonsten arbeiten wir in den vergangenen Wochen und auch weiterhin bereits intensiv an der Vorbereitung unseres Gartens in Brombach für den nächsten  Skulpturen-Garten im Mai 2020.  Da kann man gar nicht früh genug damit beginnen, neue Ausstellungs-Stellen zu schaffen und zu erproben, sowie bereits bestehende Stellen zu verändern, damit die Vegetation genug Zeit hat, auf unsere Wünsche einzugehen.

 

Abschließend möchten wir noch erwähnen, dass wir in der Woche nach der Ausstellung in Schwerte hier in unserem Kunstraum Ba Cologne erstmals Kindergartenkindern die Möglichkeit bieten, inmitten von Kunst selbst mit Ton kreativ zu werden.

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende und einen schönen Rest-Sommer zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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12.07.2019

12.07.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst möchten wir kurz zurück blicken auf unser diesjähriges  Rothehaus-Straßenfest,  das bei Temperaturen von bis zu 34 Grad eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellte.  Julitta, tatkräftig unterstützt von Sonia, hatte wieder einen Trödelstand, der diesmal zugunsten von Sea-Watch erstaunliche Einnahmen tätigte, vielleicht auch, weil die jüngste Rettungsaktion von Sea-Watch zuzeit in aller Munde ist. Innen konnte man natürlich auch die Kunsträume erkunden, in denen diesmal die Hitze derart “stand”, dass nur wenige Leute versuchten, sich im Schatten ein wenig zu erholen. Draußen in der Straße zog wenigstens machmal ein Lüftchen.

 

 

Hauptsächlich wollen wir heute aus unserem  Workshop “Körper Skulptur”  berichten, zu dem diesmal als Modell die wunderbare Sarah extra aus Bristol angereist war. Bevor Sarah nach England zog, hatte sie vor etwa 5 Jahren bereits sehr erfolgreich in unseren Workshops Modell gesessen, so dass einige Stamm-Teilnehmer sich über ihre Rückkehr freuten und die neueren Teilnehmer sich ebenfalls begeistert zeigten über das unglaubliche Vermögen der examinierten Yoga-Lehrerin, die Haltung über 3 Tage an keiner Stelle auch nur um einen Zentimeter zu verändern.

Es ist imm er wieder erstaunlich, wie intensiv die Teilnehmer vor allem zu Beginn an ihren Skulpturen arbeiten, so dass bereits nach weniger als der Hälte des Gesamtzeit die Werke beinahe fertig aussehen. Und das, obwohl als Getränk neben Wasser auch eine ordentliche Menge Sherry im Spiel ist (wer genau hinschaut, wird auf dem Foto die kleinen unscheinbaren Gläschen hier und da entdecken. Wer findet mindestens 6 Sherry-Gläser?)

 

Natürlich kann die Schaffenskraft auf einem solch hohen Niveau nur durch erquickende Pausen aufrecht erhalten werden. Julitta hat sich diesbezüglich wieder mal höchstes Lob aller Teilnehmer verdient. Wie man jedoch sieht, konnten sich zum Zeitpunkt des Fotos noch nicht alle Teilnehmer von ihren Arbeiten losreißen.

 

Am dritten Arbeitstag sehen inzwischen wieder alle Skulpturen total schön aus. Sowohl die Teilnehmer, als auch Sarah, und natürlich auch meine Wenigkeit, sind allesamt sehr zufrieden wegen der insgesamt sehr guten Arbeits-Athmosphäre und natürlich vor allem wegen jedes einzelnen Ergebnisses.

Während nach Ablauf der offiziellen Arbeitszeit plötzlich alle eine Foto-Session starten, die man in dieser Intensität sonst nur von Asiaten kennt, arbeitet Anne immer noch seelenruhig weiter an ihrer Skulptur.    Foto: Thomas

Und auch Sarah findet es super, was für tolle Arbeiten entstanden sind. In der Tat ist sehr Vieles von der würdevollen in sich ruhenden Haltung Sarahs in die Skulpturen der Teilnehmer eingeflossen. War insgesamt wieder mal ein super Zusammenspiel zur Freude aller Beteiligten!             Foto: Dev

 

Am Ende bitte ich schon mal um Nachsicht, dass unser Blog während des Sommers einen Monat Pause macht. Wir melden uns dann am 9. August wieder in gewohnter Weise.

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende und einen schönen Sommer zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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28.06.2019

28.06.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Im vorigen Beitrag hatte ich ja von der “Geburt” einer neuen (noch namenlosen) Skulptur berichtet. Auf den damals veröffentlichten Fotos hatte ich Details wie z.B. die Hände und Teile des Gesichts noch nicht ausgearbeitet. Daher hier nun ein update vom 20. Juni. Feinheiten und die gesamte Oberflächenüberarbeitung fehlen da immer noch, denn nun folgt ja wieder erst mal das unumgängliche Aushöhlen.

manchmal denke ich, ich sollte ne Skulptur mal in diesem Stadium belassen. Da mir das Aushöhlen total Spaß macht und ich daher die Wandstärke sehr gleichmäßig dick stehen lasse, sehen auch die Einblicke ins Innere gar nicht übel aus.

Hier ist nun alles wieder geschlossen, und die gesamte Oberfläche hab ich jetzt nochmal in stundenlanger Kleinarbeit überarbeitet. Dabei habe ich den gesamten unteren Teil, also dieses im Grunde beinahe eiförmige Hauptvolumen, vor allem Po und Rücken,  bewußt gleichmäßiger und ebenmäßiger überarbeitet als die nach oben gereckten groberen kraftvollen geschundeneren Arme und Hände. Ich muss zugeben, dass man das auf den Fotos nur erahnen kann. Da müsst ihr wohl die Skulptur in etwa 2 Monaten, nachdem sie getrocknet und gebrannt ist, mal genauer in Augenschein nehmen.

 

 

Abschließend möchten wir auch mal wieder ein  Video-Dokument aus alten Zeiten  veröffentlichen :  “12 Betten im Ba”  war der Titel unserer ersten großen Gesamtkunstwerks-Nacht, zu der wir in Anknüpfung an die Puff-Vergangenheit des Ba im Frühjahr 1998 einluden. Die Einladungen, die damals alle noch per Post verschickt wurden, waren getränkt mit penetranten Billig-Parfüms, die wir in den ehemaligen Separees gefunden hatten , und die den potentiellen Besucher bereits auf eine verruchte Athmosphäre in einer Hinterhof-Galerie vorbereiteten. Das Video dokumentiert herrlich den erbärmlichen damaligen Zustand unseres Kunst-Orts, die heruntergekommenen Flure, die Sauna, die wie ein s/m-Verließ rüberkommt, die Original-Duschen des Puffs usw.

12 Jahre lang, von 1985-1997,  hatten zuvor in diesem Billig-Puff Mädels auf 4 Betten gearbeitet. Wir steigerten nun die Zahl der Betten auf 12 !!! Bereits im “Hauptraum”, der ehemaligen Bar, war der Besucher mit einem gammeligen Musiker-Paar konfrontiert, in der nächsten Ecke auf dem Boden ein in einen Flokati gerollter Gammler , dann ein nacktes Modell auf einem Sofa usw. usw. …   Sogar ein von wem auch immer gezeugtes Baby schlummerte in einem der Separees in seiner Wiege, und beim Eintreffen der Gäste konnte ein Raum zunächst noch nicht betreten werden, da dort noch “gearbeitet” wurde …

Bereits Wochen vorher hatte der Künstler Rolf Theissen in einem der Puff-Räume gelebt und sich in Langzeit-Belichtungen fotografisch selbst-inszeniert , was nun fortlaufend in Projektionen gezeigt wurde, und am Ende pflanzte Kirches in den noch frischen Ton einer lebensgroßen Liegenden Frühjahrs-Primelchen ….

 

 

 

Zu guter letzt noch ein Hinweis: Am kommenden Sonntag, dem 30.Juni findet wieder unser beliebtes familiäres Rothehaus-Straßenfest  statt von 11-18 Uhr. Natürlich haben wir da auch unsere Kunst-Räume geöffnet und freuen uns auf liebe Gäste.
 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende  zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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14.06.2019

14.06.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

heute möchte ich mal ausführlich von meiner Arbeit an meiner neuen Skulptur berichten.   Bereits vor 2 Wochen hatte ich zusammen mit meinem Modell eine Haltung ausgetüftelt, bei der wieder aus einem im unteren Teil der Skulptur kompakten Volumen,  dann nach oben ein zarterer Teil quasi herauswachsen sollte. Rund 100 kg grobe Tonmasse  wurden durch Kneten und Schlagen homogenisiert und optimal plastisch gemacht.  Genau vor 5 Tagen, am Pfingstsonntag, beseelt vom ….   , ging es dann mit der gestalterischen Arbeit in Ton los.

Am Anfang ähnelt meine Arbeit eher der eines Architekten oder Statikers, damit die rund 100 kg weiches Material nicht umgeheng in sich zusammensinken. Wie man an den Arbeitsspuren sehen kann, arbeite ich hier am Anfang mit einem dicken Gummihammer.

Am Abend des Pfingstsonntag nimmt meine Skulptur inzwischen erkennbare Gestalt an. Jetzt sieht man inzwichen überwiegend die Arbeits-Spuren meiner Hände. Mit den nach oben gereckten Armen kann ich noch nicht fortfahren, da die Halspartie das Gewicht noch nicht tragen würde.

Aber schon nach einer Ruhephase von 1 Tag hat sich der Ton so verfestigt, dass ich mich trauen kann, grobe “Arm-Würste” aufzubauen. Da die Gesamthöhe nun auf 65 cm gewachsen ist, traue ich mich in der Phase kaum noch, meine Skulptur zu berühren. Aber ich spüre jetzt zum ersten Mal, dass es mir gelingen könnte, die Ambivalenz rüberzubringen, von der ich träume: zum einen wird es formal gesehen wieder ein neue Variante des “Sprießens”, …  zum anderen signalisiert die Haltung etwas von Unterdrückung und Macht-Willkür,…  und weiterhin ist es eine in sich ruhende Yoga-Haltung ….

… und ich liebe ganz einfach die plastische Schönheit dieser zusammengequetschten Rückenpartie zwischen den hochgereckten Armen!!!

Erst als wieder 1 Tag später die “Arm-Würste” sich ein wenig gefestigt haben, kann ich sie ein wenig weiter ausarbeiten. An die Hände oben traue ich mich noch nicht richtig ran. Ein Schluck Whiskey kann da durchaus manchmal mehr Mut und eine sicherere Hand ergeben….  Aber besser ich warte mit den Händen noch ein paar Tage

Tarsächlich macht ein guter Whiskey das Arbeiten durchaus beschwingter. Ich empfehle dafür besonders Jack Daniels oder Jim Beam. Und ich weiß aus Erfahrung, dass ein guter Whiskey auch aus einem von Julitta seit Jahrzehnten gesammeltem ehemaligen Löwensenf-Glas hervorragend schmeckt, denn selbst das aromasteigerne Schwenken ist darin problemlos machbar. Und ich finde, dass die Arme im Vergleich zu dem Foto drüber total gewonnen haben, was natürlich noch durch das warme Licht beim abendlichen Arbeiten dezent unterstrichen wird, so wie das Licht auch die tolle Farbe des alten Whiskey wunderschön betont …   Übrigens: nicht dass jemand meckert die Arme seien zu dick. Die sollen so kraftvoll!!

Ok, Asche auf mein kahles Haupt!  Anstatt näher auf meine weiteren Arbeitsschritte einzugehen, geistert plötzlich guter Whiskey durch mein Hirn….. moment, muss mal kurz am Glas nippen ….. wo war ich ? …. ja, da fällt mir jetzt noch ein riesiges “Problem” ein. Ich habe auf meinem diesjährigen Geburtstag nicht alle mitgebrachten Alkoholika in meinem überforderten Hirn registriert. Und als ich nun vor einigen Wochen eine derartige Flasche unbekannten Schenkers probiere, da stehe ich, der aus den 60er Jahren total Whiskey-erprobte Genießer staunend vor einer lange nicht mehr gekosteten Qualität. Als meine versammelten Kinder dann vor Kurzem versuchen im Internet herauszufinden, woher dieser wunderbare “Old Shelter” wohl stammen könnte, finden sie im Internet zwar Hunderte Whiskey-Sorten, aber keinen “Old Shelter”. Ich befürchte nun, dass ich da ein uraltes wirkliches Schätzchen geschenkt bekam ….. und ich Idiot weiß nicht von wem! Also, werter Schenker, falls du das hier liest, oute dich bitte!

Und was meine Skulptur angeht, die konnte natürlich in den 5 Tagen seit Pfingsten nicht bis heute fertig werden, aber ich spüre, dass mich so mancher Geist auf einen guten Weg gebracht hat.  Die fertige Skulptur werde ich dann voraussichtlich im nächsten Beitrag in 2 Wochen zeigen.

 

Abschließend möchte ich heute noch davon schwärmen, dass 2 gute Freunde des Ba Cologne ihre  Galerie Arnarson & Sehmer  morgen in  Berlin  eröffnen. Hier Mr. Arnarson bei der Hängung bzw. Ausleuchtung einiger seiner Exponate in den neuen Galerieräumen. Eymelt Sehmer wird u.a. ihre wundervolle Serie Selshamurinn präsentieren. Wir empfehlen, beim nächsten Berlin-Besuch unbedingt mal dort reinzuschauen.

 

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende  zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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31.05.2019

31.05.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Nach langer Zwangspause wegen abgerissener Sehne in der Schulter und dann in der Folge eingeklemmtem Nerv an einem Halswirbel, läuft nun die  Atelierarbeit von Kirches-Ban.de  endlich wieder an.

Die kleine “Sprießende”, hier im Hintergrund, bekommt zurzeit eine größere Schwester, als Vorstufe für eine geplante lebensgroße “Sprießende”. Es fasziniert mich, wie bei dieser Haltung aus einem kompakten, eiförmigen, blumenzwiebelartigen Unterteil, das nach oben gestreckte Bein wie ein Sproß herauswächst.

Hier mal ein Dokument über den Zustand nach dem Aushöhlen, welches bekanntlich unabdingbar ist, damit die Skulptur nach dem Trocknen letztlich gebrannt werden kann. Im Hintergrund ist hier noch eine der eindrucksvollen Fotoarbeiten von Mr. Arnarson zu sehen.

Mr. Arnarson  hat in den vergangenen Tagen seine noch bei uns hängenden Arbeiten der Moment Serie I und Moment Serie VII eingepackt und nach Berlin transportiert (hier 3 seiner wunderschönen s/w-Arbeiten der Moment-Serie I).   Zusammen mit Eymelt Sehmer eröffnet Mr. Arnarson nämlich am 15. Juni dieses Jahres die gemeinsame “Galerie Arnarson & Sehmer” in der Lehderstraße 74  in 13086 Berlin. Und da werden die Arbeiten der Moment Serie I und VII eine zentrale Rolle spielen.  Wir wünschen an dieser Stelle der jungen Produzenten-Galerie jeden erdenklichen Erfolg!

 

Inzwischen sieht das   Atelier von Kirches-Ban.de schon wieder richtig nach Arbeit aus. Einige Torsi werden farblich überarbeitet, und mit der Tänzerin Selina wurden vorgestern schon wieder mehrere neue Haltungen zum Thema “Sprießen” ausgeheckt. Im Hintergrund hier Arbeiten des Brasilianers  Marcos Carvalho-Canto.

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende  zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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17.05.2019

17.05.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

heute blicken wir ein wenig  kritisch zurück auf die diesjährige Kunstroute Ehrenfeld.  Menge und Qualität des Publikums reichten leider nicht ganz an das vorige Jahr heran. Ein gewichtiger Grund hierfür könnte gewesen sein, dass die Organisatoren diesmal schon eine Woche vor der Kunstroute eine Art Kompendium des Ehrenfelder Kunstschaffens im Bunker Körnerstraße arrangierten. Das führte dazu, dass die Presse bereits dieses Vorweg-Ereignis ankündigte, und nicht eine Woche später die eigentliche Kunstroute.  Einige größere Kunstorte zeigten ihre Ausstellungen auch schon eine Woche zuvor parallel zum Bunker, so dass das Publikums-Interesse ein wenig zerfledderte. Schade, dass auf diese Weise nicht ganz an das erfolgreiche vorige Jahr angeknüpft werden konnte.

Dennoch waren wir im Ganzen recht zufrieden, weil viele unserer Besucher sich wieder sehr erfreut über unsere außergewöhnliche Qualität äußerten, vor allem im Vergleich zum zuvor im Bunker Gesehenen.

Kunst-Käufer waren – wie oben dargelegt –  in diesem Jahr zwar etwas rarer als im vorigen Jahr,  aber es gab sie!  Hier z. B. im abschließenden Gespräch nach dem Erwerb einer Foto-Arbeit.  Und  – wie so oft –  nutzten Interessenten unsere bewährten Sonntags-Öffnungszeiten von 14 bis 18 Uhr, um bereits am Sonntag nach der Kunstroute dann mit etwas zeitlichem Abstand und in Ruhe zuzugreifen.

Ganz besonders haben wir uns natürlich auch wieder über die zahlreichen ganz jungen Besucher gefreut, die man bekanntlich nicht früh genug an Kunst heranführen kann.

 

Und im Hof verweilten ständig liebe Gäste,  und bisweilen auch liebe Freunde wie Jochen und Ilona bei Kaffee und Kuchen und in bester Laune. Und einmal gab es eine wunderschöne Situation, als eine junge Mutter an unserem Kaffee-Tisch in aller Ruhe erst ihr Baby säugte und sich dann über den von Marie angebotenen Kaffee und Kuchen freute.

 

Am Ende muss ich leider noch für all diejenigen, die sich bereits auf die Eröffnung unseres  Skulpturengartens in Brombach,  die für Mitte Juni geplant war,  gefreut haben, hiermit mitteilen, dass ich dieses Projekt erst einmal weggeschoben habe. Der Grund: Ein eingeklemmter Nerv in meiner Halswirbelsäule macht mir Stress.  Ich arbeite zwar an neuen Skulpturen, aber ich kann mich zuzeit nicht durch feste Eröffnungstermine unter Druck setzen. Ich bitte um Verständnis.

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende  zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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03.05.2019

03.05.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

An diesem Wochenende findet nun also wieder die beliebte Kunstroute Ehrenfeld statt, bei der sich rund 140 Künstler an über 60 Orten vorstellen. Bei uns stehen die Künstler Azad Hemee (Syrien), Mr. Arnarson (Island), Tokwa Penaflorida (Philippinen), Armelle Fox (Paris), Claudia Ebbing (Velen), Eymelt Sehmer (Berlin) und Kirches-Ban.de im Mittelpunkt.  Hier nochmal die genauen Tage und die Öffnungszeiten: 

         Kunstroute  Ehrenfeld 2019  Samstag 4. Mai  12-20.00 und  Sonntag 5. Mai  12-18.00

 

Hier komplettiert Sina gerade unseren Ausstellungsbereich zur Foto-Künstlerin Eymelt Sehmer durch die Hängung der wundervollen Arbeit “Medea”, einer aufwändig inszenierten Foto-Arbeit, die es in nur 10 Exemplaren gibt, von denen jedes ein Unikat ist, da Eymelt die die Fotografie umrahmenden Scherenschnitte sowie die ergänzenden Gold-Tupfer  jeweils individuell gestaltet. Erfreulicherweise haben wir kurz nach Fertigstellung bereits die Nummer 1/10 verkauft, so dass jetzt für die Kunst-Route bereits Exemplar 2/10 unseren Klavierraum ziert.
 

 

 

Arbeiten von Tokwa Penaflorida gibt es in unseren “mittleren Räumen”, Werke von Mr. Arnarson und Azad Hemee sind im Hauptraum, Armelle Fox im Info-Raum, Claudia Ebbing im Raum an der Rothehausstraße sowie oben im Treppenhaus. Und die Skulpturen von Kirches-Ban.de mischen sich wieder überall dazwischen.

 

 

 

Zum Abschluss möchten wir  – für die Nostalgiker unter uns –  heute nochmal einen  Film  aus der Frühzeit des Ba Cologne ans Herz legen. Darin wird  “Barriere”  und Bindung  thematisiert als einerseits Instrument der Abschottung, aber andererseits auch Möglichkeit zur Schaffung eines Refugiums?

 

 

bleibt nur noch, allen ein schönes Wochenende  zu wünschen

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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