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17.06.2022 Skulpturengarten Brombach II

17.06.2022

Skulpturengarten  Brombach  2022 ist eröffnet, wächst und gedeiht.
Kommt sehr gerne alle am Wochenende  2./3. Juli  jeweils 11-18 Uhr

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

zunächst ein  “Blick zurück im ……”   auf ein bisschen ungemütliches Eröffnungs-Wochenende  Ende Mai 

(übrigens:  wer  Winnis Gejammere  nicht so mag, bitte gerne die folgenden 2 Absätze überspringen)

Nun ja, wenn man mal vom Wetter absieht, war die Eröffnung unseres diesjährigen Skulpturengartens in Brombach eigentlich doch ganz toll.  GGrrrrrrrrrr!!!!    Samstag schien sogar immer mal wieder die Sonne, und es regnete auch fast gar nicht. Nun ja, die häufigen starken Windböen bei vormittags 9° gingen schon ein wenig durch Mark und Bein, aber so zeitig stürzt sich samstags ja eh kaum einer in Vergnügungen. Und nachmittags waren es ja dann immerhin 13°, und trotz wiederholter Unwetter-Ankündigung immer noch kein Regen, und die starken Windböen zerstörten weiterhin so gut wie nix,   ……. und es trauten sich dann sogar auch immer mehr Besucher:innen zu uns. Und dann fiel mir auch noch meine Omma ein, die als recht karg aufgewachsenes 6. Kind eines kleinen Bauern in der Eifel mir gesagt hätte: “stell dech net su aan, Jong!”      Und so verging plötzlich mein Wehklagen, und die nächste schwarze Gewitterwolke schwebte weiter, um sich über Engelskirchen zu ergießen.

Sonntag war dann der kälteste und regenreichste Tag der vergangenen Woche (und wie ich aus heutiger Sicht weiß, auch der darauf folgenden Woche), aber es gab doch tatsächlich Besucher:innen, die mit Regenschirm den Garten enterten. Nur in den durchaus kleinen Zeiträumen mit richtig prasselndem Regen saßen die Unerschütterlichen dann etwas ausgiebiger als sonst auf der Terrasse und freuten sich über richtig viel leckeren selbstgemachten Kirschstreusel, Erdbeertörtchen mit Sahne und Käsekuchen.

 

Unterm Strich gab es durchaus viel Positives:  Mehrere Besucher:innen äußerten, dass sie den diesjährigen Skulpturengarten noch beeindruckender fanden als die Früheren.   Und aufgrund der vergleichsweise geringeren Zahl  der Anwesenden fanden die Besucher:innen anscheinend mehr Ruhe, sich in eine der Skulpturen zu verlieben, was zu einer Reihe unerwarteter Verkäufe führte. Und das, was die Stimmung des gesamten Teams endgültig vor dem Kippen bewahrte, war schließlich das Auftauchen von Journalist:innen und Fotograf:innen, die beauftragt waren, für die Zeitungen des Bergischen Landes zu berichten. Super! zumal die Artikel freundlicherweise zu Werbezwecken wohl erst kurz vor dem nächsten offenen Wochenende, also dem 2./3. Juli, erscheinen werden.  Hoffentlich klappt’s.

Ermunternde Verkäufe am verregneten Wochenende:   Die freie Journalistin Flora Jörgens, Mitherausgeberin der Kunstbriefe “Escapade belles-lettres”, erwarb obige “Muschel” mitsamt “antikem” Eisenrohr für ihr Anwesen im Oberbergischen. Und der bekannte Filmemacher und Regisseur Klaus Martens, der viele Filme fürs Fernsehen gedreht hat, erwarb für sich und seine Partnerin Randy Crott das “Energiebündel” , welches er umgehend in “Kraftpaket” umtaufte und welches er wenige Stunden später bereits an der Stelle platzierte, die er sich bei prasselndem Regen auf unserer Terrasse sitzend bereits vorgestellt hatte. Die uns freundlicherweise übersandten Fotos unten belegen, dass das “Energiebündel / Kraftpaket” auch in so einer großzügig gestalteten Umgebung voller Kunst überzeugend seine Wirkung entfaltet.

Ich verkneife es mir jetzt mal, noch genauer auf die weiteren Verkäufe an diesem unglaublich verregneten Wochenende genauer einzugehen, möchte aber zumindest noch loswerden, dass es mich echt glücklich macht, dass eine meiner Baddha-Bronzen nun dauerhaft ihren Platz gefunden hat in der Praxis der empathischen Gynäkologin Frau Dr. Barbara Müller-Mannschreck.

Warum rede ich überhaupt über Verkäufe?  

Es muss an dieser Stelle einfach mal deutlich gesagt werden, was diejenigen, die unser Tun seit Jahren verfolgen, vielleicht schon durchschaut haben.  Es geht uns in erster Linie um Förderung!   Wir versuchen seit Jahren, Künstler:innen zu unterstützen, die eine neue oder erste Chance brauchen. Das waren zunächst Künstler:innen aus der Ferne, die von einer ersten Ausstellung in der Kunststadt Köln träumten, dann Künstler:innen, die irgendwo in einem Krisengebiet alles verloren hatten und einen Neustart in Deutschland brauchten, und in letzter Zeit auch ganz junge Künstlerinnen, denen wir helfen, mit einer allerersten Ausstellung auf sich aufmerksam zu machen.

 

Hier nun einige Beispiele für die ganz neuen “Sprießenden” im diesjährigen Skulpturengarten

 

Oben die auf einer Basalt-Säule balancierende  “Jogart”.  Unten die “ergeben”, die sich einem Schlitten anvertraut, einem Schlitten, der für mich ein Hinweis auf Bewegung im Sinne von Joseph Beuys ist.  Und ganz unten die eher unbeschwerte “Balalaika”, die beinahe schwerelos über ihrer Natur-Umgebung zu schweben scheint.

 

 

Und im hinteren Teil des Skulpturengartens dann die bedrückenderen Themen.

 

 

Von den weiteren inhaltsschwangeren Skulpturen ist es mir noch nicht gelungen, gute Fotos zu machen, was hier aber eher ne Ausrede ist, denn  in Wahrheit will ich euch ein wenig neugierig machen, selbst vor Ort den Dingen gegenüberzustehen.

 

Dank an die bisherigen Besucher.

Besonders gefreut haben wir uns natürlich, dass in diesem Jahr auch wieder ganz neue Besucher zu uns gefunden haben.  So besuchte uns erstmals Frau Reddemann in ihrer Eigenschaft als Ratsfrau der Grünen und stellvertretende Bürgermeisterin von Overath.

Besonders angetan war Frau Reddemann von der Bronzeskulptur “Baum” (Foto unten), die aus drei sich fest stützenden Frauen besteht, womit wir dann abschließend auch nochmal beim Thema Unterstützung junger Künstler:innen sind:  Auch dieser “Baum” gehört zu den Skulpturen,  die ursprünglich im vorigen Jahrtausend veräußert worden waren, und die mir nun von einer verstorbenen Dame zurück-vermacht worden sind mit dem Ziel, den Verkaufserlös für die Förderung junger Künstler:innen einzusetzen.

 

Aber natürlich gilt unser Dank auch ganz besonders denjenigen Besucher:innen, die uns seit Jahren die Treue halten. Als hervorragendes Beispiel möchte ich stellvertretend unseren ehemaligen langjährigen Bürgermeister von Overath, Siegfried Raimann nennen, der seit 30 Jahren keine Gelegenheit ausläßt, unsere Obstallationen zu besuchen. Und natürlich war er auch beim Eröffnungswochenende vor Ort, und er beabsichtigt auch wieder, einen Artikel darüber zu veröffentlichen. Wir sind gespannt und werden hier berichten.

bleibt nur noch, euch allen eine möglichst gute Zeit und gute Gesundheit  zu wünschen,.

und vielleicht sehen wir uns ja am Sa 2. oder So 3. Juli, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr im Skulpturengarten Brombach

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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20.05.2022 Skulpturengarten Brombach

20.05.2022

Wir laden sehr herzlich ein zum
Skulpturengarten 2022 in 51491 Overath-Brombach, Sülztalstr.24
der am Samstag 28. und Sonntag 29. Mai jeweils 11-18 Uhr eröffnet werden wird.

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Seit Wochen arbeiten wir nun mit Hochdruck an der Herrichtung des diesjährigen Skulpturengartens in Brombach und freuen uns, dass er wächst und wächst. Nicht nur die Vegetation gedeiht, sondern auch die Zahl der in den Garten integrierten Skulpturen ist inzwischen auf über 60 Arbeiten angewachsen.

Hier korrigiert meine engagierte Assistentin Emma mit viel Einfühlungsvermögen und auch mit der erforderlichen Kraft die Position der lebensgroßen Skulptur “bereit”.  Und unten ist eher gärtnerisches Eingreifen gefragt, um der abwehrbereiten Skulptur “Bhava” eine Natur-Nische zu schaffen.

 

In letzter Zeit habe ich endlich damit begonnen, einige Skulpturen farbig zu gestalten mit Farben, die das bei mir seit Jahren übliche Spektrum rot bis orange verlassen. Wir waren selbst überrascht, wie schön sich das in die Natur integriert. Bin gespannt wie ihr auf die anderen neuen Farben reagieren werdet.

 

Die weiße “Unschuld”, wie Julitta die “Inarmung” seit langem nennt, von der ich lange glaubte, sie vertrage einen Schattenplatz, da ihre Helligkeit eh genug auffalle, hat nun einen Sonnenplatz erobert und zeigt ein ungeahntes Spiel der Sonnenstrahlen.

 

Die noch namenlose neue Skulptur, ( wir tendieren zurzeit zum Titel “Schutz” ) hat einen Platz gefunden, der offen läßt, ob es ihr gut geht oder eher schlecht.  Und in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gibt es weitere Skulpturen, die die zurzeit deutlich schwieriger gewordene Situation unserer Gegenwart reflektieren.

 

 

Für weitere Eindrücke zum Thema “Skulptur im Garten” schaut gerne auch nochmal kurz in unseren Film vom Skulpturengarten 2020, den die Fotokünstlerin und Filmemacherin Eymelt Sehmer gedreht hat. Dazu bitte den folgenden Link anklicken:

https://www.kirches-ban.de/film-garten-ausstellung-2020/

 

Es gibt diesmal in 2022 insgesamt mehr als 60 Skulpturen aus gebrannter Erde und aus Bronze  zu entdecken, eingebettet in unseren Natur-Garten in  Overath-Brombach,  Sülztalstraße 24 .  Auch bei Regen sehen die wetterfesten und sogar frostsicheren Skulpturen in der Natur überzeugend aus. Ein Besuch lohnt sich daher bei jedem Wetter.

Wir freuen uns  auf viele kunstbegeisterte Besucher,  die wir auch diesmal gerne wieder zu einem Stück selbstgebackenem Kuchen und einem Kaffee auf die Terrasse einladen werden, solange Platz und Vorrat reichen. 

Auto parken  am besten schon  bei unserem netten Nachbarn  „Hotel zur Eiche / Restaurant Mythos“. 

 

 

Und wer am 28./29. Mai verhindert ist, für den halten wir im Laufe des Sommers 2 weitere Wochenenden als Alternativen bereit: 

Skulpturengarten offen:  Sa 2. u. So 3. Juli 2022,  jeweils 11-18 Uhr.     sowie Sa 10. u. So 11. September 2022 jeweils 11-18 Uhr

 

bleibt nur noch, euch allen eine möglichst gute Zeit und gute Gesundheit  zu wünschen,

und vielleicht sehen wir uns ja in Brombach.   Wir freuen uns

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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22.04.2022 Kunstroute Ehrenfeld

22.04.2022

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Endlich kann nach 2 Jahren der bedrückenden Enthaltsamkeit die Kunstroute Ehrenfeld wieder zum realen Besuch der vielfältigen Ateliers und Kunstorte einladen.  Endlich wird es wieder zu echten Obstallationen kommen, zum Gegenüberstehen von Mensch und Kunstwerk im realen Raum.  Wir freuen uns total darauf und wünschen uns , dass das über Ostern  vorherrschende Sonnenwetter auch der diesjährigen Kunstroute Ehrenfeld hold sein möge. Aber selbstverständlich freuen wir uns auch bei strömendem Regen über euern Besuch und werden euch mit nem Kaffee trösten.

Kunstroute Köln-Ehrenfeld nach 2 Jahren Corona-Pause wieder in den Startlöchern

Bei uns diesmal dabei: Bianca van Baast, Anisa Biancorosso, Nicole Gerst, Kirches-Ban.de, Tokwa Penaflorida und Eymelt Sehmer

 

Einer der Schwerpunkte (oder sollte ich sagen “Eine Schwerpunktin)  ist bei uns im Kunstraum Ba Cologne in diesem Jahr Eymelt Sehmer, die sich mit ihren Arbeiten zurzeit in die aktuelle Transgender-Diskussion einmischt. Unten ein Ausschnitt aus Sehmers jüngstem Werk “Dionysos-Triptychon” .

 

Unser Freund Harry Bessler, der professionelle Graphiker, hat obige sogenannte “Kachel” gestaltet, mit der nun im Rahmen der Kunstroute Ehrenfeld  in verschiedensten Medien für uns geworben wird. Unten weitere Beispiele dieser allesamt von Harry sehr überzeugend gestalteten Kacheln.

 

 

 

Unter anderem findet Ihr diese und weitere unserer Kacheln inmitten einer Vielzahl von Kacheln der anderen beteiligten Künstler natürlich auch auf der Website der Kunstroute Ehrenfeld      https://ehrenfeldroute.wordpress.com/galerie/.   Dort könnt Ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen über die rund 150 teilnehmenden Künstler. Ein vom Orga-Team um André Böxkes sehr gut gestaltetes kompaktes Faltblatt, anhand dessen Ihr problemlos jeden Künstler eurer Wahl finden könnt, liegt natürlich in ausreichender Zahl bei uns aus, bereits jetzt und natürlich auch an dem Wochenende der Kunstroute.

Am Ende möchten wir nochmal daran erinnern, eventuell schon jetzt die Eröffnung unseres diesjährigen Skulpturengartens in Brombach vorzumerken: Samstag 28. Mai und Sonntag 29. Mai jeweils 11-18 Uhr.

bleibt nur noch, euch allen eine möglichst gute Zeit und gute Gesundheit  zu wünschen,

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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25.03.2022 Aufbau Skulpturengarten Brombach

 

25.03.2022

Aufbau-Start des Skulpturengartens 2022 in Brombach, der am 28. und 29. Mai jeweils 11-18 Uhr eröffnet werden wird.

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Bei geradezu südeuropäischem Wetter inklusive Sonne satt starteten wir vorige Woche mit dem Aufbau unseres diesjährigen Skulpturengartens in Overath-Brombach. Zuallererst haben wir dabei nach guten Präsentations-Punkten für die neuesten Skulpturen aus der Reihe der Sprießenden gesucht. Hier seht ihr die allererste Probe-Aufstellung der allerersten Skulptur für den diesjährigen Skulpturengarten.

Dabei möchten wir euch gleichzeitig die jüngste Verstärkung unseres Teams vorstellen,  Anne,  links im Bild.   Rechts Emma, die aufmerksamen Lesern bereits aus früheren Blogs bekannt sein dürfte. Unten korrigiert Anne etwas später nochmal behutsam die Position, wobei jetzt bei Schatten das Zusammenspiel zwischen der Grauwacke-Steinfläche und der Skulptur schon wieder total anders ist, und sich z.B. bei Regen nochmals drastisch ändern wird, (woraus sich frech die Empfehlung ableiten läßt, dass geneigte Fans herzlich eingeladen sind, sich den Skulpturengarten durchaus mehrfach im Laufe des Sommers anzusehen, bei verschiedenen Licht- und Wetterverhältnissen).

 

Oben nochmal das sich Öffnen der Figur und das Sprießen bei wärmendem Sonnenlicht; und unten dann der viel geschlossener wirkende Blick von der linken Seite und das aus dem kompakten Volumen noch kraftvoller Wachsende bei Schatten. Hierbei sieht man auch sehr schön wie sich der Farbton, in dem wir die Skulptur wahrnehmen, je nach Lichtverhältnis sehr verändert.

Selbst auf die Gefahr hin, dass die eine oder der andere das für übertrieben früh halten, sag ich’s trotzdem:   Wer möchte der sollte sich vielleicht durchaus das Eröffnungs-Wochenende des Skulpturengartens schon mal vormerken: Samstag 28. u. Sonntag 29. Mai 2022 jeweils 11-18 Uhr  (hab mir immerhin verkniffen, das hier nochmal fett zu drucken)

 

Jetzt noch was ganz anderes, oder sollte ich vielleicht sagen: Kirches-Ban.de mal wieder auf neuen Wegen?

Schaffung der “kleinen Galerie bei Immo DiVe”

Ein befreundeter Nachbar hat im Zuge des Ausbaus seines Immobilien-Unternehmens  Immo DiVe  die sehr repräsentativen Räumlichkeiten der ehemaligen Filiale der KSK Köln in zentraler Lage in Overath-Heiligenhaus übernommen und kam auf die Idee, einige Wandflächen im Eingangsbereich für wechselnde Kunst-Ausstellungen zur Verfügung zu stellen.  Sehr bald fiel die Wahl für die erste Ausstellung  auf die von uns  hoch geschätzte Foto-Künstlerin Eymelt Sehmer,  die bekanntlich ausschließlich mit analoger Fotografie arbeitet.  Und nachdem die erforderlichen Bilder-Schienen installiert waren, sehen wir hier bereits Emma beim sorgfältigen Hängen der Exponate.

 

 

Hier eines der beeindruckenden Werke, die “Medea”, wie so oft bei Eymelt Sehmer die Darstellung einer starken Frau. Dabei soll nochmal erwähnt werden soll, dass Eymelt Sehmer auch hier wieder jedes Foto zu einem Unikat macht, indem sie hier von ihr individuell handgemachte Scheren-Schnitte eingefügt und stellenweise noch Bemalung mit Goldfarbe ergänzt hat.

 

Am Ende dieses Blog-Beitrags wächst bei mir die Einsicht, dass diesmal  der Fluss des Schreibens,  und ganz zu schweigen die kleinen Ansätze von Selbstironie diesmal rar sind. Ich will ja nicht alles auf die total ernüchternde Angriffs-Kriegs-Situation schieben, die die Illusion eines dauerhaft friedlichen Miteinander in Europa urplötzlich zerrissen hat, denn das begründet nur einen Teil meiner Schreibschwäche.  Ich, als bekennender Morgenmuffel, habe diesmal den Beitrag in besonders nüchternem Zustand, d.h. tagsüber geschrieben, das meiste heute Vormittag. Jetzt ist mir klar: Abends,  mit gutem Reissdorf-Kölsch und ein bisschen Gold-Engel ist meine Zunge deutlich gelöster.  Keine Angst: ich bin gegen übermäßigen Alkoholkonsum, aber manchmal finde ich ein Schlückchen doch hilfreich und auch lecker.

Abschießend möchte ich noch erwähnen, dass ja am 7. und 8. Mai 2022 die Kunstroute Ehrenfeld stattfinden wird, an der wir natürlich teilnehmen. Darüber werden wir im nächsten Blog am 22.04. Genaueres ankündigen.

bleibt nur noch, euch allen eine möglichst gute Zeit und gute Gesundheit  zu wünschen,.

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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18.02.2022

18.02.2022

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst sei heute daran angeknüpft was ich im vorigen Blog über unsere Vorbereitungen Richtung Kunstroute Ehrenfeld  7./8. Mai berichtete. Dort versprach ich, sehr bald ein erstes zur Veröffentlichung freigegebenes Foto des jüngsten Werks der großartigen Berliner Fotokünstlerin Eymelt Sehmer nachreichen zu wollen, was ich hiermit in größter Freude tue.

In “größter Freude”, weil Sehmer in diesem eindrucksvollen  “Dionysos-Triptychon”  die Jahrtausende alte Tradition des männlichen Draufgängers Dionysos weiterentwickelt, indem sie unsere aktuelle Sicht auf Weiblichkeit und Transsexualität ins Spiel bringt.  Dabei bedient Sehmer sich des berühmten Gemäldes “Die Geburt der Venus”, in welchem der Renaissance-Künstler Botticelli einer eher scheuen und in sich gekehrten Anmut weiblicher Schönheit huldigt.  Sehmer inszeniert die exakt gleiche Haltung und den exakt gleichen Fall der wunderbaren Haare. Aber Sehmer konfrontiert uns mit dem strahlenden Selbstbewußtsein einer Trans-Frau unserer Gegenwart.

Ich merke gerade, dass “die Pferde mit mir durchgehen”.  Vor lauter Begeisterung würde ich euch am liebsten eine detaillierte vollständige Analyse dieses vielschichtigen Sehmer-Werkes liefern. Aber das widerspricht doch meiner Idee der Obstallation. Ich möchte es doch dem realen Gegenüberstehen zwischen dem Werk und Euch, den Betrachtern überlassen, die Vielfältigkeit dieses eindrucksvollen Werkes selbst zu erobern.  Und das könnt Ihr im Grunde nur in unseren Räumlichkeiten, wo man/frau erstmals am 7./8. Mai diesem 1 Meter hohen und 2 Meter breiten Triptychon gegenüberstehen kann. Danach wird das Werk noch mindestens bis Sommer bei uns zu sehen sein.

 

 

Abgesehen davon, dass obiges Foto ganz schön die Blicke auf das Dionysos-Triptychon lenkt, gelingt es mir damit, euch wieder ein bisschen vom dank Corona stetigen Fortgang unserer handwerklichen Arbeiten zu zeigen. Ihr sehr hier die gerade frisch geklebten noch unverfugten Kacheln eines Kellerraums in Brombach, dem Ort unseres Skulpturen-Gartens. Zunächst hatte ich gedacht, es ginge eindeutig zu weit, wenn ich auch noch unsere dortigen Arbeiten  in meine Berichterstattung einbeziehe. Aber spätestens als Emma meinte, ob wir denn nicht auch in diesem bald fertig restaurierten Raum etwas ausstellen könnten, …….  nun ja.

 

Doch wieder zurück zum Ausblick auf die Kuntroute.  Vorigen Sonntag hat bereits  Anisa Biancorosso  aus Heidelberg uns ihre neuesten Arbeiten vorgestellt. Da haben wir dann bei Kaffee und Julittas selbstgebackenem Kuchen so intensiv über jedes einzelne neue Werk gesprochen, dass ich Dussel glatt vergessen habe mal ein Foto mitsamt der Künstlerin zu machen.  Stattdessen hier jetzt ein kleiner Einblick in die sehr guten neuen Arbeiten.  Anisa bleibt weiterhin ihrem Thema “Porträts der gegenwärtigen jungen Generation” treu, geht aber immer mehr zu farbiger Gestaltung über.

 

Auch Nicole Gerst hat zurzeit einen riesigen neuen Schaffens-Schub. Sie arbeitet an einer Vielzahl von Rotkäppchen-Wesen und wagt sich neuerdings auch an größere Formate. Fotos davon möglicherweise im nächsten Blog. Aber versprechen kann  ich hinsichtlich dieser merkwürdigen Wesen natürlich nix……  denn die sind halt meist ein bisschen unberechenbar, tauchen auf, und tauchen wieder unter….

 

Zuletzt sei heute mal ein Blick gestattet auf  eine lebensgroße Bronze-Figur von Kirches-Ban.de mit dem Titel “Die Bewahrende”, die seit fast 30 Jahren neben dem Rathaus der Stadt Overath installiert ist. Im Zuge der Neugestaltung des Overather Rathauses und seiner gesamten Umgebung soll nämlich zeitnah auch Die Bewahrende neu präsentiert werden. Das war für uns Anlass, die bisherige Situation nochmal festzuhalten.

Für besonders Interessierte hier noch ein paar Detail-Infos:

Auf einer kleinen Grünfläche neben dem Overather Rathaus befand sich seit dem 1. Mai 1993 zunächst probeweise eine lebensgroße Frauenfigur aus Bronze, die auf einem Grauwacke-Block kniet, umgeben von einem schützenden Kreis aus 8 weiteren Grauwacke-Blöcken, und geborgen in einem das Ganze umgebenden Hain aus Hainbuchen und Rotdorn, ein wenig abgeschottet vom Treiben der Hauptstraße.

Die von Kirches-Ban.de geschaffene Frauenfigur verharrt kniend in streng symmetrischer, architektonisch komponierter Haltung, drückt Anmut und Zurückhaltung, aber auch Stärke und Konzentration aus. Ihre Hände formen sich zu einer Schale, in der bewahrt werden kann, was immer der Betrachter hineindenkt und hineinsieht.

Kirches-Ban.de  hat zu Beginn  der 90er Jahre eine Reihe lebensgroßer Skulpturen zum Thema des Bewahrens geschaffen. Bewahren als ein sich Besinnen auf Werte, die es sich lohnt festzuhalten in Zeiten eines immer häufiger beklagten Werteverlustes. Eine dieser Figuren befindet sich im Innenhof des Bienenmuseums der Stadt Weimar,  3 weitere in Privatbesitz,   und  eine letzte im Skulpturen-Garten von Kirches-Ban.de in Overath-Brombach.

Die vor dem Overather Rathaus 1993 installierte Bewahrende  hatte dann bereits im Laufe eines Jahres so viel Zuspruch erfahren, dass der Gemeinderat 1994 beschlossen hat, sie soll dauerhaft am Rathaus bleiben. 1995 erfolgte die Finanzierung durch die Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln und schließlich die Übereignung an die Gemeinde Overath.

Wir sind sind total gespannt, wie die Neu-Präsentation ab 2022 geschehen wird. Zunächst einmal ist beruhigend, dass das zuständige Amt den Künstler vor Beginn der Plasnung der Neugestaltung um Stellungnahme gebeten hat, wobei dann dargelegt wurde, wie wichtig insbesondere der Stein-Kreis ist.   Schaun wir mal …

 

bleibt nur noch, euch allen eine gute Zeit und vor allem gute Gesundheit  zu wünschen,.

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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14.01.2022

14.01.2022

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst einmal hoffen wir, dass ihr treuen Leser unseres Blogs gut im Neuen Jahr 2022 angekommen seid.

Bekanntlich haben wir ja aufgrund der Corona-Lage beschlossen, erst ab Mai wieder voll durchzustarten, beginnend mit der Teilnahme an der Kunstroute-Ehrenfeld am 7./8. Mai.  Dennoch sind wir schon jetzt mit den Vorbereitungen beschäftigt, denn bis Ende Januar müssen die beteiligten Künstler bereits angemeldet und entsprechendes Bildmaterial für Broschüre und online-Darstellung an den Veranstalter übermittelt werden. Und vor allem müssen wir austüfteln, welche Werke welcher Künstler jeweils wo hängen könnten.

Schweren Herzens trennen wir uns in diesem Zusammenhang jetzt von der inzwischen mehr als lieb gewonnenen Serie “Selshamurinn”, in der die  Foto-Künstlerin Eymelt Sehmer (Berlin)  ein uraltes isländisches Märchen mittels der alten Foto-Technik der Ambrotypie nostalgisch inszeniert hat. Nachdem wir erfreulicherweise rund ein Dutzend dieser wunderbaren Fotos verkauft haben, wollen wir jetzt Platz für Neues schaffen.

 Emma beim Abhängen der ersten Fotos aus der “Selshamurinn”-Serie von Eymelt Sehmer

Die roten Punkte unter dem linken Foto sollten verdeutlichen, dass wir von der 10er-Auflage tatsächlich 5 verkauft haben, so dass zuzüglich der Verkäufe an anderer Stelle aktuell nur noch 2 Exemplare verfügbar sind: 1 noch bei uns, und 1 bei der Galerie Arnarson&Sehmer in Berlin.

In einem detaillierten Telefonat mit Eymelt Sehmer haben wir vorige Woche bereits beschprochen, wie und wo im Ba Cologne wir Eymelt im Rahmen der diesjährigen Kunstroute-Ehrenfeld neu präsentieren könnten. Dabei haben wir vereinbart, dass Eymelt vor allem ihr neuestes Werk, das “Dionysos-Triptychon” in nächster Zeit nach Köln transportieren wird, wo es dann ab Mai in unserem Hauptraum zu sehen sein wird. Ein Foto dieses Werkes liegt uns noch nicht vor, werden wir aber im nächsten Blog nachreichen.

Natürlich haben auch andere “unserer” Künstler bereits zugesagt, gelegentlich neue Werke vorbeizubringen. Von Anisa Biancorosso werden wir neue farbige Porträts zeigen;  und auch Nicole Gerst arbeitet an neuen merkwürdigen Wesen. Und endlich ist  auch die “auf dem Rücken liegend Sprießende”  von Kirches-Ban.de fertig gebrannt wieder im Ba angekommen. Hier trägt Emma sie gerade behutsam hinein in ihr vorläufiges Zuhause.

 

Hier probieren wir gerade, ob wir nicht mal 2 Fotokünstler aus verschiedenen Welten gegenüberstellen könnten, da ihre Vorgehensweisen ähnlich sind: Beide arbeiten mit Überlagerungen von menschlichen Körpern und ornamenthaften Strukturen und schaffen so ambivalente Ergebnisse, die immer wieder neu zu Entdeckungen anregen.

links:  Skin,  von Jamie Key,  Großbritannien              rechts: Féminité, von Jean-Marc Clairet,  Vietnam

 

Nun, bis zur Kunstroute im Mai haben wir ja einerseits noch ein wenig Zeit, aber wie schon gesagt müssen wir innerhalb der nächsten 2 Wochen bereits festlegen, auf welche Künstler wir uns diesmal konzentrieren. Und diese Zusammenstellung müssen wir diesmal ganz ohne “unsere” Anna vornehmen, die ja bekanntlich ein Semester in London verbringt. Unser Team freut sich schon, Anna im Juli wieder im Boot zu haben.

 

bleibt nur noch, euch allen eine gute Zeit und vor allem gute Gesundheit  zu wünschen,

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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17.12.2021

17.12.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst möchten wir heute für all diejenigen, die uns immer mal wieder fragen “Wie kommt ihr denn eigentlich immer an die tollen Künstler, die ihr ausstellt?”  einmal ein Stück weit berichten von unserer stets unermüdlichen und manchmal schier endlos scheinenden

   Suche nach den besonderen Künstlern dieser Welt

Unser Traum von Bangladesch

Da wir seit geraumer Zeit mit dem aus  Bangladesch  stammenden liebenswerten Neel immer enger befreundet sind, trat erstmals  dieses für uns exotische Land in unseren Blick, das in seinen unendlichen Mangrovenwäldern unter anderen Raum für den Königstiger bietet.  Und nach und nach wurde klar, dass dieses ferne wunderbare Land natürlich auch jede Menge spannende Kunst zu bieten hat.

Auf einem guten Weg

Zunächst stießen wir bei unserer Suche auf einen Künstler, der in seiner Foto-Kunst das Thema Wasser in unnachahmlicher Weise bearbeitet, jenes Thema, das für die Menschen in Bangladesh noch immer von zentraler Bedeutung ist. Begeistert nahmen wir Kontakt auf und schlugen vor, eine Ausstellung auszurichten. Und der Künstler war begeistert über diese Möglichkeit, sich in der westlichen Welt zu präsentieren.

Ein herber Rückschlag 

Doch dann traf es uns wie ein Donnerschlag: Der Familien-Clan des Künstlers hatte nach eingehender Recherche umgehend beschlossen, dass sie ihm verbieten, in einem solchen dekadenten Kunstort der westlichen Welt wie unserem Ba Cologne auszustellen. Die Steine des Anstosses sind  unsere regelmäßig ausgestellten Darstellungen des nackten menschlichen Körpers; und das auch noch in einem ehemaligen Bordell.

Da ist also nun tatsächlich unsere teils grinsende Freude an der verruchten Vergangenheit unserer Räumlichkeiten in Kombination mit unserer unverhohlenen Vorliebe für Künstler, die überwiegend den von allen soziologischen und individuellen Besonderheiten befreiten und auf das Wesentliche reduzierten nackten Körper thematisieren, zum Stolperstein geworden.

Hartnäckigkeit lohnt

Durch diesen Rückschlag wurde natürlich unsere Sehnsucht nach einer Künstlerin oder einem Künstler aus Bangladesch erst so richtig angestachelt. Und so schaffte es der gute Neel schließlich, im Sommer nicht nur weitere Kontakte vor Ort in Bangladesch zu knüpfen, sondern gleich eine Reihe ausgezeichneter Zeichnungen zurück nach Deutschland mitzubringen.

 

 

Hier vertiefen sich Neel, Jule und ich an einem der letzten sonnigen Herbsttage auf unserem Hof des Skulpturen-Gartens in Brombach erstmals in diese Zeichnungen. Und wir sind sofort überzeugt, dass die Qualität der Arbeiten auf jeden Fall eine Ausstellung rechtfertigt.

Eine tolle win-win Situation

Einige Zeit später führen Neel, Anna und ich ein erstes langes Video-Telefonat mit dem Künstler Mohammad Hasanur Rahman,  unter Freunden “Reaz” genannt,   wobei er uns eine Menge über seine Beweggründe für seine künstlerische Arbeit vermitteln kann.  Nach diesem ersten persönlichen Austausch ist klar:   Beide Seiten wollen sehr gerne eine Ausstellung realisieren. Reaz kann seine bizarren erotischen  Zeichnungen, die teils ins Transsexuelle reichen, in seiner Heimat Bangladesch nicht öffentlich ausstellen und freut sich total auf die Möglichkeit, sie bei uns im Ba Cologne zeigen zu dürfen. Und wir freuen uns, einem begnadeten Künstler und obendrein sehr sympathischen Menschen den Herzenswunsch nach Ausstellung seiner Werke erfüllen zu können.  Unser Team und Reaz kamen dann sehr bald überein, auf jeden Fall im Laufe des Jahres 2022 eine Ausstellung der Zeichnungen bei uns zu realisieren.

Wir geben Gas

Nach Abschluss und Abhängung unserer Aussstellung von Nicole Gerst erarbeitet unser Team umgehend ein Ausstellungskonzept für die zukünftige Ausstellung von “Reaz”, wobei wir eine Auswahl von Zeichnungen konkret auf die zur Verfügung stehenden Wände beziehen. Was genau wollen wir wo ausstellen, und welche Rahmungen streben wir jeweils an?

 

Im Zuge unserer intensiven Auseinandersetzung mit jeder einzelnen Zeichnung wurde immer mehr deutlich wie hoch die Qualität der Arbeiten ist,  wie vielfältig, tief und ambivalent jede einzelne Zeichnung sowohl in formaler wie auch in inhaltlichere Hinsicht ist. Voller Tatendrang sprechen wir schließlich mit allen involvierten Personen als Eröffnungstermin den 21. Januar 2022 ab. Und wir suchen nach einem Musiker aus Bangladesch, der die Vernissage abrunden könnte.

Emma und Anna diskutieren die Inhalte einer komplexen Zeichnung

Voller Begeisterung planen wir schließlich für die Mitte der Ausstellungsdauer dann noch eine sonntägliche Veranstaltung: Drei Philosophen aus drei Generationen  –  Dr. Julius Pott,  Dr. Christina Rose und Jana Platen – philosophieren über “die Chancen und die Kehrseiten von Vielfalt.  Ein Termin Anfang Februar wird festgelegt.

Corona bremst uns zunächst aus      aber letztendlich wir sind nicht zu stoppen

Und dann steigen und steigen und steigen vor rund einem Monat die Inzidenzen.  Wir meinen zwar zu erkennen, dass wir wohl vorraussichtlich von der Politik nicht an der Durchführung unseres Ausstellungsprojekts 21.01.-20.02 2022 gehindert werden würden, aber es setzt sich nach und nach in unserem gesamten Team die Auffassung durch, dass wir es leid sind zu erleben, dass unsere mit viel Herzblut (und auch mit finanziellem Einsatz) inszenierte wunderbare Ausstellung letztlich dann wieder nur von einem Bruchteil der normalerweise herbeiströmenden Kunstinteressierten besucht wird, weil viele Menschen doch lieber ihre Kontakte noch reduzieren.

Schließlich fassen wir Anfang Dezember den wilden Entschluss:  Wir verschieben die bereits detailliert geplante Ausstellung der erotischen Zeichnungen der Künstlers Mohammad Hasanur Rahman  auf den sichereren Sommer.    Ausstellungseröffnung Freitag 19.08.2022         Philosophieren über Vielfalt   Sonntag 28.08.2022

 

Es sei uns erlaubt, zum Jahresende auch ein  paar Neuigkleiten zu unserem Team  zu vermelden. Auf “unsere” Anna müssen wir leider im kommenden Halbjahr verzichten, da sie innerhalb ihres Studiums ein Stipendium für London wahrnimmt. Toll dass sie dann zur Eröffnung der Reaz-Ausstellung im Sommer wieder im Boot sein wird.  Emma hat sich inzwischen super eingelebt und ist eine echte Verstärkung. Auf Jule ist weiterhin  Verlass, und Julitta geht es gesundheitlich von Tag zu Tag ein wenig besser, sodass sie mehr und mehr wieder eingreifen kann. Und zu Winni ist nix Neues zu sagen, da es dem so geht wie immer.

Schließlich möchten wir noch diejenigen, die inzwischen immer auf Neuigkeiten bezüglich der  Restaurierung  unseres denkmalgeschützten Hauses warten, auf Januar 2022 vertrösten. denn zurzeit haben merkwürdige Wesen unser Haus und vor allem den frisch restaurierten hinteren Keller erobert.

 

Am Ende möchten wir natürlich allen Freundinnen und Freunden des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de in Nah und Fern, die weiterhin unseren Blog lesen, an dieser Stelle  beschauliche Weihnachtstage und einen  (diesmal nochmal stillen) guten Rutsch in ein  hoffentlich nicht mehr so sehr von Corona geprägtes  Neues Jahr 2022  wünschen.

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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19.11.2021

19.11.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst sei heute ein Rückblick auf unsere Ausstellungseröffnung vor genau einer Woche erlaubt, die uns nach 18 Monaten Abstinenz natürlich total am Herzen lag:   Nicole Gerst, merkwürdige Wesen      12. bis 28.November     Dienstag, Donnerstag, Sonntag jeweils  14-18 Uhr

Da hatten sich Anna, Jule und Winni wieder mal total viel Mühe gegeben, hatten  stundenlang die beste Hängung ausdiskutiert und dann alles sorgfältigst an die Wand gebracht und akribisch ausgeleuchtet. Der Musiker Phil Nelly hatte geprobt, eine Einführunmgsrede war erarbeitet, alles war geputzt, die Schnittchen waren gesdchmiert …… und immer noch zweifelten wir, ob denn überhaupt jemand kommen würde angesichts der seit 10 Tagen immer stärker ansteigenden Inzidenzen. Würden vielleicht wegen der am Tage zuvor, am 11. im 11. in Köln gesichteten Menschenmassen die letzten Willigen zu Hause bleiben? zumal Teile der Medien geunkt hatten: “Macht der Karneval Köln zum Corona-Hotspot?”

 

Unsere Erleichterung war riesig, als uns am Eröffnungsabend dann insgesamt doch rund 40 Kunstinteressierte besuchten.

Die Künstlerin Nicole Gerst  strahlte, und unser gesamtes Team  war irgendwie glücklich, zumal inzwischen mehr als ein Viertel der ausgestellten Werke verkauft sind.

Endlich wieder eine “richtige” Vernissage mit Musik-Vortrag, wobei Phil Nelly mit Gitarre und Gesang viel Lob erntete.

Auch die Presse war da und voll des Lobes.  Hier der Kunst-Experte Florian Eßer im Gespräch mit der Künstlerin.

 

Und den ganzen Abend über trieben diese durchtriebenen “merkwürdigen Wesen” ihr Spiel mit uns allen, versteckten sich teils außerhalb der eigentlichen Ausstellung irgendwo in unseren weitläufigen Räumlichkeiten. So hing die “kleine Schwester” plötzlich irgendwo im Flur zwischen renommierten Gemälden, wobei sie dort eine so gute Figur machte, dass auch sie inzwischen bereits verkauft ist.

                                                                                                       “ich bin noch zu haben!”

Falls ihr die sehenswerte Ausstellung noch erleben wollt, so bleiben euch nur noch 3 Öffnungszeiten und die

Finissage am Sonntag dem 28.11. von 14-18 Uhr. 

Diese Ausstellung ist diesmal ja nur sehr kurz bei uns zu sehen ist, da der Ausstellungs-Terminplan der angesagten Nicole Gerst nichts Längeres hergab. Und entgegen unserer sonstigen Vorgehensweise bleiben diesmal auch nicht einige schöne Werke noch länger bei uns, da Nicole alles nicht Verkaufte sofort zur nächsten Ausstellung transportieren wird.

 

Für die Fans unserer Berichterstattung über die Restaurierungsarbeiten sei hier noch erwähnt, dass unser Hofabfluss pünktlich vor der Vernissage wieder freigelegt war. Die Stellen auf dem gesamten Hof, an denen Platten ersetzt werden müssen oder ganz fehlen, sind ausgemessen und beim Steinmetzbetrieb Steinnuss an Melaten in Auftrag gegeben. Unser Team wartet nun auf die bestellten Steine und vor allem auf wärmeres Wetter und wird vorraussichtlich ab April wieder im Hof auf den Knien liegen, um alles zusammenzufügen zu reinigen und zu verfugen.

 

Abschließend noch etwas in Sachen Kirches-Kunst:  die Skulptur “befreit liegend” hat ihr neues Zuhause bei Brigitte gefunden. Und es erfüllt mich mit Freude und Stolz, wie toll sie jetzt dort gleichermaßen entspannt und konzentriert über Sülz  “thront”.

 

bleibt nur noch, euch allen eine gute Zeit und vor allem gute Gesundheit  zu wünschen,

und vielleicht sehn wir uns ja zu einem Kaffee Übermorgen am Sonntagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr oder am Sonntag dem 28.11.2021 zur Finissage.

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

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22.10.2021

22.10.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

heute möchten wir mit euch darauf anstoßen, dass es endlich eine neue Ausstellung geben wird, und vor allem endlich wieder eine Ausstellung  mit einer richtigen Vernissage.

                                                                                                                                                 doppelter Espresso

 

                                   Nicole Gerst,  merkwürdige Wesen

                                                   Ausstellungseröffnung       Freitag 12. November 2021 um 21 Uhr

                                                                                         Einführung: Kirches-Ban.de

                                                                                                  Musik: Phil Völkl

 

                                                                                                 Bei uns gilt 2G

 

                                                                                                                                                           Warteschlange

 

Unerwartet und quasi über Nacht hatten sich merkwürdig skurrile Wesen bei uns eingeschlichen. Oft haben sie etwas Teuflisches, tarnen sich aber zuweilen gern mit Harmlosem, allzu Menschlichem.    Sollten wir nun  „Seeteufel“,   „Bauchnabelfussel“,  „Warteschlange“ und die anderen schleunigst wieder vertreiben, oder sollten wir ihnen vielleicht zeitweise Asyl gewähren?   Das war zunächst eine zwiespältige Angelegenheit!

 

                                                            Komisch!  Ist das Kunst?

                                                                                  Kommt ganz auf den Betrachter an !?

 

                                                                                                                                                             Bauchnabelfussel

 

                                                                                                                                                                   Seeteufel

Wunderliche Kunst, merkwürdige Wesen.

Sie sind skurril und wirken trotzdem vertraut. Die merkwürdigen Wesen mit den sehr menschlichen Zügen, die meine Bilder bevölkern, tummeln sich in den Tiefen meiner Wohnung in Oberhausen. Dort arbeite ich als freischaffende Künstlerin der Malerei und Illustration.

Schon beim Malen und Zeichnen entwickeln meine Monster ein Eigenleben. Sie machen sich auf den Weg nach draußen und belegten dort unter anderem 2020 den zweiten Platz der Revierkunst in NRW mit dem Publikumspreis. Einige von ihnen haben es sich in dem Buch »Mist und Myrrhe« gemütlich gemacht.                                                                                                                                                                                                                 Nicole Gerst

 

                                                                                       Ausstellungsdauer:   12.11.  bis 28.11.2021

                                                                                          Öffnungszeiten: Di, Do u. So 14 bis 18 Uhr

                                                                                       Finissage:   Sonntag 28.11.2021 14-18 Uhr

 

Seid gestern ist jetzt auch unser  Folder zur Ausstellung fertig,  den wir ab heute verteilen werden. Übrigens: wer gerne mal wieder eine solche gedruckte Einladung wie in längst vergangenen Zeiten  in der Hand halten möchte, kann uns gerne per Email seine aktuelle Post-Adresse mitteilen; und dann schicken wir umgehend den Folder zu euch nach Hause.

 

 

Natürlich arbeiten wir in den letzten Wochen auch fleißig an der  Restaurierung unseres Hofes  weiter, tragen mühsam eine dicke gekachelte Zement-Estrich-Schicht ab, um weitere Basalt-Lava- und Sandsteinplatten aus dem Jahre 1885 wieder frei zu legen. Dann können wir bald auch endlich wieder den bisher unzugänglichen alten Hof-Abfluss benutzen, d.h. erstmals seit unserer Inbesitznahme mal richtig mit viel Wasser den staubigen Hof schrubben.

 

 

 

bleibt nur noch, euch allen eine gute Zeit und vor allem gute Gesundheit  zu wünschen,

und vielleicht sehn wir uns ja bei unserer Ausstellungseröffnung am 12. November um 21 Uhr

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

                                                                   ________next one________

 

 

                                                            

     

 



24.09.2021

24.09.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Ba Cologne und von Kirches-Ban.de

Zunächst sei ein kleiner Rückblick auf das Wochenende der  Offenen Ateliers Köln  gestattet, bei dem wir auch in diesem Jahr wieder neben den treuen Fans eine erfreuliche Anzahl neuer kunstinteressierter Gäste begrüßen durften, die erstmals unseren Kunstraum für sich entdeckten.

 

Reges Interesse und teilweise geradezu Bewunderung gab es wieder bei den Ölgemälden der niederländischen Künstlerin  Bianca van Baast.

 

Aber auch  Kirches-Ban.de  konnte sich über viel Zuspruch freuen. Hier bekundet Brigitte gerade ihr Interesse an einem kleinen Torso, den sie eventuell zu ihrer “Sprießenden” hinzugesellen möchte, woraufhin ein baldiges gemeinsames Kaffee-Trinken zur probeweisen Aufstellung verabredet wurde.

 

Im Laufe des Tages stand dann auch immer wieder die neue noch in Arbeit befindliche größere Skulptur auf dem obigen Foto Mitte links zur Diskussion, die erste auf dem Rücken liegende “Sprießende”, bei der aus dem kompakt zusammengekauerten Körper der rechte Fuß herauswächst.. Unten der Stand der Arbeit einige Tage später; die Füße gegen zu schnelle Trocknung umwickelt. Und das nächste Foto darunter zeigt dann schon den Zustand gestern: Füße und die gesamte Oberfläche sind schon weiter ausgearbeitet; aber noch längst kein Ende der Ausarbeitung in Sicht, bevor dann das Aushöhlen losgeht, usw. usw.

 

Parallel zur künstlerischen Arbeit, die nun nach etwa einem halben Jahr Stillstand endlich wieder losgegangen ist, ging natürlich auch die denkmalschützende Arbeit am Haus weiter. Wir sind sehr froh, in unserem Team seit Kurzem die handwerklich sehr begabte  Jule  begrüßen zu dürfen. Hier beim Neu-Verfugen der letzten Hof-Ecke oberhalb unserer abgeschlossenen Kanal-Tiefbau-Arbeiten  ( siehe Blog vom 27.8.2021).

 

 

Ab hier sollten bitte nur diejenigen weiterlesen, die sich auch für  Grenzbereiche am Rande der Kunst  und für starke Frauen interessieren, denn jetzt kommt noch   –   jedenfalls für mein Handwerker- und Denkmalschutz-Herz und passend zu meinem Lieblingsthema “starke Frau”  –    der absolute “Hammer” der letzten Wochen: 

Ihr seht hier unten die Stelle, an der im Keller alles Abwasser + Regenwasser unseres Hauses unseren Keller in Richtung Hauptkanal unter der Rothehausstraße verläßt. Das runde eiserne Ding ist der Deckel eines riesigen Syphons, dessen Einbau 1885 wohl üblich war und der dann aber vor etwa 100 Jahren wieder aus der Mode kam.  Schon vor etwa 15 Jahren hatten  der mir helfende bärenstarke 120 kg-Mann Mirsad und ich versucht, mal diesen Verschluß zu öffnen, um gegebenenfalls dort mal eine Revisionsmöglichkeit bei eventuellen Verstopfungen zu haben.   Vergebens!

Nun war dann  vorige Woche nach unserer Benutzung über 24 Jahre plötzlich tatsächlich der uralte Hauptabfluss verstopft! und alles Abwasser begann durch diverse Ritze quetschend erst die Waschmaschine und dann die Kellerräume zu fluten. Der stämmige Typ vom eiligst alarmierten Rohr-Reinigungs-Notdienst wollte erst gar nicht versuchen, den Verschluß-Deckel zu öffnen, nach dem Motto: “so was gibt es eigentlich gar nicht!”  und sorgte erst mal mittels einer im Nachbarkeller eingeführten Spirale für ein wenig Abfluss, betonte aber, dass er keine Garantie übernehme, und dass sich das Ganze umgehend wieder zusetzen könne.

So verzweifelte dann am nächsten Tag als nächster Fachmann mein  herbeigeeilter Haus- und Hof-Installateur daran, dass sich der Deckel durch nichts in der Welt auch nur einen Millimeter bewegen ließ. obwohl ich schon seit 12 Stunden kontinuierlich Öl einträufelte und Rost zwischen Deckel und Umrandung herauszukratzen versuchte,  in der Hoffnung, dass sich dann irgendwas bewegen ließe.

Als nun inzwischen  4 “Starke Männer” (ok, sagen wir 3, angesichts meiner geringen Muskelmasse) entnervt  resigniert hatten, fiel mir am nächsten Tag auf, dass unsere handwerklich begabte  Jule  immer mal wieder zwischendurch kurz in den Keller entschwand und ich Kratzen, Hämmern un dann auch wieder Stille vernahm, Jule also anscheinend Verschiedenes ausprobierte.

Und dann stürmt Jule plötzlich nach oben zu mir in die Kunsträume und verkündet das für mich zunächst Unfassbare:  “der Deckel ist auf!”         Wo 4 “starke” Männer immer auf Drehen gesetzt hatten, kam Jule auf die Idee, dass der Deckel vielleicht nur drauf liegt und seit vielen Jahrzehnten festgerostet ist, und man ihn mit Hebelwirkung anheben müsse.

 

Aus der auf dem Foto sichtbaren Öffnung haben wir dann aus dem daruntger liegenden riesigen Syphon rund 3 kg Rost, 5 Schlüssel, 17 alte Münzen, abgebrochene Nagelfeilen, überhaupt alle Arten von kaputten Metall-Kleinteilen und  –   ich darf es nicht verschweigen  –  auch das eine oder andere Stück Wurst  herausgeholt. Unfassbar, was den Menschen anscheinend so alles ins Klo fällt. Trotz akribischer Suche stießen wir aber leider nicht auf den erhofften Goldring.

Das Tolle ist, dass wir nun für alle Zukunft wieder eine Revisionsmöglichkeit haben. Wenn ich mir vorstelle, dass wir ohne Jules Erfolg vielleicht die gesamten alten Eisenrohre ausgetauscht hätten gegen heute übliche Plastikrohre …..   ich darf gar nicht daran denken, wie das den archaischen Eindruck des ganzen von uns liebevoll restaurierten Kellergewölbes ruiniert hätte.

Jetzt ist die Freude unseres Teams wieder ungetrübt, unseren Besuchern sehr bald  auch das Kellergewölbe als besonderen Ausstellungsraum präsentieren zu können.

 

bleibt nur noch, euch allen eine gute Zeit und vor allem gute Gesundheit  zu wünschen,

und vielleicht sehn wir uns ja mal zu einem Kaffee an einem Sonntagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr. Wir haben nach der Sommerpause wieder grundsätzlich sonntags geöffnet und freuen uns sehr auf interessierte Gäste.

kreative Grüße,  

Kirches-Ban.de

 

                                                                   ________next one_________



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